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1. Direkt gegen den Wind ist schlecht segeln! "NO GO"

2.Verändert man die Richtung einer Yacht mit dem Bug nach LUV (d.h. zum Wind), so nennt man das Anluven. Steuert man mit dem Bug vom Wind weg, so nennt man das Abfallen.

3. Abfallen, d.h. mit der Nase des Bootes vom Wind weg drehen, kann Gefahr bedeuten. Die Konsequenz? Sollte man mal unsicher sein und der Skipper nicht griffbereit, lieber in den Wind steuern als vom Wind weg. Wie das genau geht, wird weiter unten erklärt!

4. Wer genau hinschaut: Jeder Kurs zum Wind hat seine eigene Segelstellung. Hoch am Wind wird das Segel dicht genommen. Platt vorm Wind wird das Segel weit geöffnet.


Wind drückt auf die Segelfläche und das Boot legt sich schräg.

Das Gesetz geht zum Glück noch weiter. Je schräger die Segelyacht liegt, desto größer das "aufrichtende Moment" des Ballastkiel, d.h. dem Punkt an dem der Pfeil oben auf dem Bild ansetzt. Gleichzeitig legt sich auch das Segel schräg, wodurch die Angriffsfläche für den Wind geringer wird. Zusätzlichen Einfluss kann die Crew selbst nehmen, indem die Großschot (siehe Bild oben), mit der das Segel "bedient" wird einfach freigegeben (gefiert) wird. Wir können also aktiv wählen wie schräg wir segeln möchten. Wie das genau geht, wird der Skipper vor Ort erklären. Für uns ist es erst mal wichtig zu wissen, dass Schräge bei einer Segelyacht normal ist und wir zudem etwas dagegen tun können. Die Schräge nennt sich übrigens krängen und hat nichts mit dem Gesundheitszustand der Yacht zu tun, heißt daher NICHT kränken. Es wird definitiv weder mit "K" geschrieben noch gesprochen.
Es sei noch erwähnt dass ein Katamaran (eine Segelyacht mit zwei Rümpfen) sich im Normalfall dem Wind nicht "beugt", da er formstabil auf dem Wasser liegt. Er bleibt also durch seine Form in der Waagerechten. Das macht den Katamaran aber sicher nicht per se zur "besseren" Einsteigeryacht, da es -je nach Segelgebiet- auch extreme Nachteile bis hin zur Möglichkeit des Kenterns gibt, was mit einer modernen Segelyacht mit nur einem Rumpf quasi unmöglich ist (siehe Skizze aufrichtendes Moment).


1. Steuern nach Landmarke

Wer die ersten Begriffe gelernt hat und verstanden hat "was geht" darf bereits jetzt  ,zunächst unter Skippers "Beobachtung"- "seine" Yacht unter vollen Segeln durch die Wellen des Meeres steuern. Am besten geht das am Anfang mit einer Landmarke, auf die man das Schiff "zusteuert". Das Windrad auf dem Bild rechts ist eine besonders anschauliche Landmarke da es sich bewegt, ohne dabei wegzulaufen. Alternativ finden sich Häuser, Einschnitte zwischen Bergen, Bergspitzen oder bestenfalls Palmen, was dann aber oft mit Riffen korrespondiert. Erfahrene Segler erkennen auch eine Abweichung zum Horizont, brauchen also nicht unbedingt eine Landmarke.

Was sich nicht als Landmarke eignet ist alles was selbst auch seine Position verändert wie z.B. andere Schiffe. Ausnahme: wir folgen einer anderen Yacht die den gleichen Kurs hat wie wir. Warum wollen wir überhaupt einen genauen Kurs halten? Auch wenn der Weg das Ziel ist beim Segeln, so haben wir im Normalfall ein reales Ziel in Form eines Hafens oder einer wundervollen Ankerbucht mit weißem Sandstrand!

Mit dem Bugkorb "zielt" man beim Kurshalten auf die Landmarke! Einer Abweichung -dem so genannten "auswandern" des Buges- wird einfach durch Gegenlenken entgegengewirkt. Merke: Je eher und sensibler man reagiert, umso weniger muss man am Ruder zerren. KONZENTRATION, STABILISATION, SATISFAKTION. ;-) Der Skipper oder derjenige, der zuvor erfolgreich am Ruder gestanden hat, sollte beim Rudergängerwechsel immer dem neuen Rudergänger zur Seite stehen bis sicher ist dass der Kurs intuitiv gehalten wird! Ein erfahrener Skipper lässt sich viel Zeit, bevor er auf den Rudergänger vertraut. Insbesondere Raumschotkurse -siehe Bild oben- können schnell kritisch werden. Ein Fehler des Rudergängers ist dann tunlichst zu vermeiden. Fragen Sie als Einsteiger nach einem Kurs "Hoch am Wind" mit Landmarke, es wird ein tolles Gefühl sein, auf diesem meist unkritischem Kurs die Segelyacht erstmals durch die Wellen zu steuern! Fragen Sie dieses nicht gerade bei Sturm oder wenn ein Skipper zur Eile mahnt. Manchmal ist es ein aufziehender Sturm, oder die drohende Dunkelheit die eine schnelle Fahrt notwendig macht, Zeit für die alten Hasen am Ruder, die keinen Millimeter verschenken. Wann ein Skipper welchen Rudergänger einsetzt, kann auch eine Erwägung aus Sicherheitsaspekten sein und wird immer vom Skipper entschieden. Nutzen Sie -bei Flaute- auch die Gelegenheit mit der Segelyacht Motorboot zu fahren, gerade so lernt man als Einsteiger stressfrei Gefühl für die Yacht zu bekommen. Ach ja, der Rudergänger bekommt vor allen anderen Getränke, Snacks etc. gereicht, da er sich ja selbst nichts holen kann, schließlich lenkt er die Geschicke der Crew. Rudergehen ist also auch aus diesem Aspekt heraus sehr praktisch.

2. Steuern nach dem Wind

  Schritt zwei ist das Steuern nach dem Wind. Stellen Sie sich dazu vor, Ihre Nase sei der Bugkorb Ihres Schiffes! Im Wind -siehe oben auf der Windskizze unter "NoGo"- spüren Sie den Wind auf beiden Wangen & Ohren gleichmäßig. Der Bugkorb der Yacht zeigt jetzt direkt in den Wind, die Segelyacht bleibt stehen, was wir allerdings im Normalfall nicht wollen ...

 

"Am Wind" ist nur eine Gesichtseite dem Wind gerade soweit zugewandt dass Sie nur noch auf einer Gesichtsseite den Wind spüren! Sie werden sehen, es ist toll! Denken Sie wieder daran: Die eigene Nase steht dabei quasi für die Nase (Bug genannt) der Segelyacht! Kann man daher auch im heimischen Garten üben, indem man den Winkel der Nase zum Wind verändert. Die Nachbarn werden staunen wenn Sie erklären dass Sie "segeln üben" und man wird Sie vermutlich in Zukunft häufig freundlich anlächeln, so dies nicht schon vorher der Fall war.
An Bord dann sollte die eigene Nase in Richtung Bug (Bugkorb) zeigen, wenn Sie spüren wollen, wie genau der Wind das Boot "trifft". Spüren wir den Wind auf nur einer Gesichtshälfte, nimmt das Boot Fahrt auf. Spüren wir den Wind auf beiden Gesichtshälften steht das Boot im Wind. Auch das in den Windstellen der Segelyacht will geübt sein, brauchen wir dieses Manöver z.B. um -unter zuhilfennahme des Motors- unsere Segel zu bergen. Dabei nutzen wir den Motor mit möglichst wenig "Gas" d.h. nur so stark um die Segelyacht im Wind zu halten. Eine sehr wichtige Aufgabe für talentierte Mitsegler wenn der Skipper beim Segelbergen selbst Handanlegen muss.
In der Spitze des Mast (Masttop genannt) befindet sich auch eine mechanische Anzeige (gleich einem Wetterhahn auf der Kirchturmspitze), die ebenfalls die Windrichtung anzeigt. Gleichwohl die eigene Nase viel praktischer ist, muss man schließlich nicht nach oben schauen und kann sich auf den Kurs konzentrieren. Oft gibt es auch noch als dritte Möglichkeit eine schlaue Instrumentenanzeige, die sogar den so genannten "wahren Wind" errechnen kann, wobei die erfahrene Nase auch hierbei genauer und schneller ist und intuitiv den richtigen Kurs zum Wind finden lässt ... so Sie fleißig im Garten geübt haben ,den Wind zu spüren.
Der vollstaendigkeithalber sei noch erwähnt, dass Ihnen auch die Segel etwas über den Wind erzählen. Z.B. fängt die Frontseite des Vorsegels (Vorliek) an zu zittern und zeigt einen Gegenwölbung wenn man die Yacht zu hoch am Wind steuert und vieles mehr. Seien Sie gespannt! Wie das genau funktioniert, erklärt der Skipper direkt in der Situation am Segel. Das hier Gelernte wird dabei sehr nützlich sein!

Was nicht sofort geht! Zumindest erst mal nicht unter Segeln ...

 

2. Steuern nach KOMPASS - KURS)

Sie sollten die ersten Kurse nach Landmarken steuern, später nach Wind, Gefühl und Wellen! Erst wenn das SITZT, können Sie anfangen den Kompass zu benutzen, um Ihren Kurs zu prüfen und später einzustellen. Unzählige Einsteiger wurden sofort abgeschreckt, weil Sie unter Segeln sofort einen Kompasskurs steuern sollten und das dann möglichst noch Raumschots (Raumschotkurs siehe Kursskizze). Ich halte es persönlich für einen "Fauxpas" des Skippers mit dem Kompass anzufangen. Wobei es beim Segeln nie eine "Weisheit" gibt, aber nachweislich viele zerfetzte Segel, weil der Rudergänger nicht souverän mit dem Kompass umgehen konnte und sich einfach "verdreht" hat.

Merke: Der Kompass ist in erster Linie ein Navigationsinstrument und wird nicht permanent angestarrt, es sei denn es ist ein verwunschener Piratenkompass den wir aber im Normalfall nicht an Bord haben.

 

Selbst sehr erfahrene Segler "fahren dem Wind hinterher". Der passende Spruch dazu: "Don´t fight the Wind, adjust your sails!" Klingt nicht nur toll, sondern zeigt dass beim Segeln nur einer den Ton angibt, der Wind. ... Manchmal auch die Welle ...

Sauber aufgebaut, bleiben Segel heil, Mitsegler glücklich und die Abenteuer im Normalfall nur die neuen Inseln, die man ansteuert.

Die zwei wichtigsten Kurse.

Wer jetzt vom Wind und den Kursen fasziniert ist, kann hier noch schnell die beiden wichtigsten Segelmanöver "mitnehmen". Wer mit Mühe bei der Sache war und meint, all das Rudergehen und Kurshalten müsse sich setzen, sollte jetzt zu den Knoten weiter unten übergehen, um sich mit etwas Handfestem Abwechslung zu gönnen. Wer die absoluten Basics braucht: unten steht auch noch einiges zur Benutzung der Bordtoilette und den (auch damit) korrespondierenden Seeventilen. Ein spannendes Thema, wenn auch nicht halb so erhaben wie den Seewind zu spüren 8-)

Bei Wende und Halse verliert ein ungeübter Segler schnell mal die Übersicht und "lenkt" weiter als es sein muss. Vor der Wende und Halse sollte man sich also überlegen, welcher Wendewinkel möglich ist d.h. wo man ungefähr hinfahren möchte wenn man das Manöver fertig hat. Auch hier sind Landmarken eine Hilfe. Siehe auch die Windskizze oben und dort den Bereich "NO GO". Wenn man eine Landmarke errechnet, die (siehe Zeichnung zum Thema) bei einer Wende in 90 Grad liegt, kann man sich schon mal nicht zu sehr versteuern oder gar einen Vollkreis fahren.  

 

 

V. Die wichtigsten drei Seemannsknoten!

Zum Üben brauchen Sie ein bis zwei ca. 1 cm dicke und ca. 60 cm lange Leinen (nautisch Tampen genannt). Wenn Sie es nicht abwarten können zu üben, reicht auch ein Schnürsenkel oder Ähnliches wobei ca. 1 cm Dicke ideal wäre um besser zu sehen und vor allem auch zu "tasten" was man da macht.

1. Der Palstek

Der Allrounder unter den Knoten ist für nahezu jeden Zweck zu gebrauchen! Er sollte daher der erste Knoten sein den man lernt, auch wenn er nicht zu den einfachsten Knoten gehört. .

Besondere Eigenschaften. Anders als der klassische Henkersknoten (der selten von aber -um 1700 n. Chr- oft für Nautiker Verwendung fand) zieht sich der Palstek nicht zu, d.h. die Bucht wird unter Last nicht kleiner!

 
Aufgemacht wird der Palstek durch eben jene Bucht die sich z.b. über den eigenen Daumen werfen lässt. An Bord, aber auch über eine Klampe oder über einen Poller. Geschickt eingesetzt, lässt sich der Palstek aber auch durch einen Ring stecken oder durch den Henkel eines Kochtopfes. Wie das? Wird im zweiten Schritt vermittelt. Es gibt übrigens verschieden Formen des Palstek die meisten Segler die ich kennen nutzen die Variante auf dem Bild links.

 

Das A & O ist die Vorbereitung. Das Ende eines Tampen (Leine) wird zunächst so wie auf dem Bild gelegt! Die untere Bucht muss dabei möglichst groß sein, da mit dieser Bucht gearbeitet wird (siehe Länge der schwarzen Zuglinien)! Die obere Bucht, durch die auf der Skizze zweimal die schwarze Zuglinie geht sollte eher klein sein! Wichtig -immer wieder gerne falsch gemacht und dann kann es nicht gehen!- bei der kleineren Bucht (oben) muss der nicht genutzte Teil der Leine HINTEN liegen. Die genutzte Seite der Leine wird von unten durch die kleine Bucht gezogen, um die HINTEN liegende Leine gewunden, um dann VON OBEN wieder in der Bucht zu verschwinden.
Wer meint, er kann es, jetzt das Ganze nach einigem Üben auch hinter dem Rücken, nur Mut, probieren Sie es Ihr Skipper wird staunen!!!

 

Für Phantasiebegabte gibt es dazu auch eine kleine Merkgeschichte: Dazu benötigen wir zunächst die Grundannahme dass es sich bei der kleinen Bucht auf der Skizze um einen See handelt. Des weiteren ist der Teil des Tampen der auf dem Bild nach oben zeigt ein Baum. Soweit klar? Der Teil des Tampen der gleich beim "knoten" die schwarze Linie verfolgt ist eine Schlange. Die Schlange kommt aus dem See geht um den Baum herum, sieht Dich, erschrickt und stürzt sich wieder in den See hinein. Wenn man jetzt gleichzeitig an Baum und Schlange zieht wird es nicht nur endgültig Sureal, nein auch der Knoten zieht sich fest und wird super halten.
Wer den Knoten jetzt hinter dem Rücken hinbekommt, der darf erstmals -bevor er mit dem Ende des Tampen durch die kleine Bucht geht- zunächst durch den Henkel seiner Kaffeetasse gehen und dann den Knoten weiter stecken. Toll? Nicht wahr!
Wenn alles gut geht hängt die Tasse jetzt an der Leine, ansonsten hat der Knoten nicht funktioniert, schlimmstenfalls war noch Kaffee in der Tasse. Im Bordalltag kann man mit dem Palstek sogar an einem Ring festmachen.

Webeleinstek.

Der Webeleinstek ist der Klassiker für Mitsegler schlechthin. Mit ihm werden z.B. Fender an der Seereling befestigt. Schon wieder ein neues Word. Fender ;-) Der Fender ist ein aufgeblasener Gummipuffer der den Schiffsrumpf z.B. beim Anlegen im Hafen schützt. Es wird z.B. zwischen Schiff und Kajmauer gehalten wenn wir an Land gehen wollen. Damit wir den Fender nicht tatsächlich die ganze Zeit halten müssen, wird er an die Seereling gebunden. Hier kommt jetzt unser neuer Knoten ist Spiel.

   
  Dabei würde der Fender jetzt am linken Teil des Knoten hängen und die Stange auf der Skizze um die wir den Webelein schlingen wäre dann der Draht der Seereling (Dem "Zaun" um unser Boot). Sobald die schwarze Zuglinie von unserem Tampen beendet wird ziehen wir sowohl an der Zugleine als auch an der Fenderseite um den Webelein zu fixieren, hält! Zum merken: Die Leine geht einmal "über sich selbst" und das zweite mal drunter her. Drüber, Drunter statt Drunter und Drüber.

 

 

 

 

 

 

 



Der Fender hängt jetzt Außenbords und wir kontrollieren vor dem Anlegen noch mal ob die Höhe richtig ist. Legen wir an einen Steg an ist die Maßgebliche Höhe der Steg d.h. die Stelle des Bootes die den Steg sonst berühren würde. Ist der Fender zu tief ziehen wir an der Zuglinienseite und heben den Fender gleichzeitig etwas an. Hängt der Fender zu hoch geben wir -diesmal in entgegen gesetzte Richtung der Zuglinie- etwas Leine frei. Haben wir nicht genug Leine zum Freigeben so können wir ausnahmsweise auf den unteren Seerelingdraht gehen. Wir haben hier gleich zwei Dinge gelernt und zwar einen Knoten und die Verwendung eines Fenders. Merke: Nur der Fender gehört zum abfendern zwischen zwei Boote. Nie Körperteile wie z.B. die eigenen Wade zum abfendern der Bordwand nutzen. Wer schon mal einen Fender hat platzen sehen ahnt warum.

   
Das belegen einer Klampe.

Auch hier gewinnen wir gleich mehrere neue Erkenntnisse. Die Klampe ist der Standart Befestigungspunkt an Bord einer Segelyacht der z.B. beim Anlegen an Land genutzt wird. Gleichwohl wir auch hier wilde "Knotungen" vollführen heißt das Ergebnis nicht Knoten sondern wir sprechen vom "belegen" einer Klampe.

 

 

A&O ist demnach eine Klampe die wir aber im Normalfall nicht zu hause haben. Hier reicht es aber zunächst schon den Knoten und vor allem seine Funktion zu verstehen. Der Teil unserer Leine die nach links aus dem Bild herausführt kann z.B. dazu dienen unsere Segelyacht an Land fest zu machen. Die Leine kann etwa an Land mit einem Palstek an einem Poller fest gemacht sein. Mit dem anderem noch freien Ende der Leine gehen wir jetzt aufs Boot und belegen die Leine unter Spannung auf unserer Klampe. Damit haben wir dann auch schon etwas über die Besonderheit dieses "Knoten" gelernt. Erlässt sich ideal über die Klampe auf Spannung ziehen. Die andere Seite hingegen auf der wir den Palstek haben ist nicht nachzujustieren wenn der Palstek erst mal gesteckt ist. Die gute Nachricht ist das wir unserem ersten Palstek begegnen um ihn beim ablegen zu lösen. Aber Achtung, wir haben gelernt dass die gesamte Segelyacht mit hohem Druck an der Klampe festgemacht sein kann d.h. wir müssen sehr auf unsere Finger aufpassen. Anders als ein Palstek unter Zug -der unmöglich zu öffnen ist- können wir durch bloßes abnehmen der Leine von der Klampe die Landverbindung lösen. Dabei können worauf das Kommando "Leine Los" die Leine komplett freigeben oder die Leine auf Kommando "Leine fieren" dosiert nachgeben und dadurch lockern. Das war es zum ersten Verständnis, richtig plastisch wird dies natürlich erst an Bord.    
 
 

Technik und Toilette

VI. Das Seeventil
 

   
Ein Seeventil (rechts) befindet sich überall dort im Rumpf einer Yacht wo ein geregelter "Flüssigkeitsaustausch" mit dem Meer stattfinden soll. Im Grunde dichtet es ein Loch im Rumpf ab, das unabgedichtet zu einem ungeregelten, einseitigen Flüssigkeitsaustausch führen würde. Das so genannte "Sinken!". Springt ein Schlauch (auf dem Bild parallel zum Hebel in der "ZU Funktion") ab, während das Ventil geöffnet ist (AUF) hat dies den gleichen Effekt: Das Boot läuft voll, wir saufen ab. Daher sollten Seeventile -so sie nicht benötigt werden- geschlossen sein! (ZU)  
 

Verfolgt man den Schlauch (links) um die Ecke herum bis in die Tiefen des Bilde,s so mündet das Ventil ins offene Meer.

 

Ein Ventil ist immer dann geschlossen, wenn der Hebel parallel zur Bordwand verläuft. Zeigt der Hebel nach Innen ins Schiff ist das Ventil geöffnet. Der Hebel zeigt also die potentielle Flussrichtung des Wassers an, d.h. ins Schiff!

 

Der Skipper wird -im Normalfall- jedem Mitsegler die Position der einzelnen Ventile zeigen und erklären wann welches Ventil zu schließen ist. Sind genügend Segler an Bord, können die Aufgaben verteilt werden. Das Ventil für den Motor sollte nicht durch Mitsegler bedient werden, es sei denn der Schlauch ist akut abgesprungen! Merke: Schalter, Hebel und Ventile die man als Mitsegler nicht Eindeutigzuordnen kann sollten nicht bedient werden. Mehr als einmal wurde das Dieselventil des Motors von einem Mitsegler abgedreht da es sich bei einigen Segelyachten in einer der Achterkabinen (Achtern = hinten.) befindet.

 

Womit wir den Übergang zu einem der wichtigsten Ventile an Bord gefunden hätten:

 

Die Bordtoilette ist einwirklich spannendes Thema an Bord einer Segelyacht da diese ein bisschen mehr Aufmerksamkeit erfordert als das heimische WC. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Spülung. Gespült wird mit Seewasser und damit wir dieses nicht mit Eimerchen heranschaffen müssen wird gepumpt. Da Strom an Bord nicht aus dem AKW um die Ecke kommt wird selbst Hand gelegt d.h. es wird ein Pumphebel hoch und runter bewegt. Das geht ganz leicht und da man ja auch mal des Nachtens pumpen muss auch recht geräuscharm. Wichtig ist dazu dass der Hebel nicht mit lautem Klock-Klock bis zum jeweiligem Anschlag bewegt wird sondern nur im mittlerem Bereich! Wichtig ist auch den Hebel auf und ab zu bewegen ohne dabei seitlichen Druck auszuüben und den Hebel dabei abzubrechen. Gepumpt wird nicht etwa nur bis alles außer Sichtweite ist, sondern solange bis der komplette Schlauch mit frischem Seewasser durchspült ist d.h. es wird mindestens 20 Mal gepumpt.

Wer diese Bedienungsanleitung erst auf besagtem Bord WC studiert könnte schon jetzt einer schwierigen Situation gegenüberstehen. Ins WC darf nämlich nichts was nicht zuvor durch einen durchgegangen ist. Wer jetzt in dieser Denksportaufgabe verharrt dem sei mit auf den Weg gegeben dass es einen Abfalleimer oder Tüte für alles andere gibt. Wer schon mal in Griechenland Urlaub gemacht hat kennt das System, nirgends in Griechenland darf Papier in die Toilette geworfen werden.

   

VII. Der Skipper, das unbekannte Wesen.

 

Sie haben bisher schon sooo viel gelernt dass sich jeder Skipper glücklich schätzen kann. Daher ist es jetzt nach der vielen Technik an der Zeit, auch etwas über die unterschiedlichsten Skipper zu erfahren. Natürlich auch wieder verpackt in viel Nautik ;-)

 

Nicht immer hat man Gelegenheit, "seinen Skipper" schon vor dem Segeltörn kennen zu lernen. Wie im wirklichem Leben gibt es alle erdenklichen Spielarten menschlichen Seins auch unter Skippern.

 

Normalerweise ist diese Spezies recht kommunikativ und umgänglich, wobei z.B. bei einigen Eignerskippern eine verstärkte Sorge um Ihre Yacht in Kauf genommen werden muss, was ja in der Natur der Sache liegt. Am schönsten ist es natürlich, auf Empfehlung zu seinem Skipper zu finden oder aus dem Freundeskreis auf See entführt zu werden. Es gibt dazu natürlich auch wieder einmal ein Sprichwort: "Sehr oft werden auf See aus Fremden Freunde, aber manchmal auch aus Freunden Fremde."

 

Damit möglichst wenig fremd bleibt wollen wir hierzu jetzt den Skipper erst mal funktional betrachten. Immer auch unter dem Blickwinkel das die meisten Skippern denen wir begegnen werden nicht Hauptberuflich skippern.

 

Es gibt Skipper, die vieles delegieren, solche die vieles selber machen und wieder andere, die vieles vergessen und weder das eine noch das andere machen. Ein bloßer Segelschein bedeutet in der Regel nicht dass ein Skipper etwa mit einer unerfahrenen Crew eine Segelyacht auch bei schwierigen Wetterbedingungen beherrscht. Unter Prüfungsbedingungen sind im Normalfall gute Mitsegler an Bord die auch ihren Segelschein machen und das Wetter kann bei einer Prüfung sehr mild sein. Wer also mit einem Kollegen segeln geht der gerade frisch seinen Segelschein gemacht hat kann schnell überfordert sein, weswegen ich eindringlich empfehle zu hinterfragen mit wem ich da eigentlich segeln gehe. Ein seriöser Veranstalter etwa wird nicht nur auf die Scheine eines Skippers achten, sondern ausschlaggebend wird dessen praktische Erfahrung und damit das praktische Können sein. Segeln ist dabei grundsätzlich nicht wirklich kompliziert dennoch so komplex dass Erfahrung notwendig sein kann um Windige Situation zu meistern. Bei alledem wundert es mich manchmal das auch schwache Crews irgendwie doch immer ankommen und zumeist auch ohne auch nur einen Kratzer am Schiff.

 

Je weniger Erfahrung ein Skipper hat desto mehr sollte man mitdenken, natürlich ohne dabei Klugzuschwätzen. Im Zweifel hat der Skipper immer das profunde Wissen, kann aber auch mal stressbedingt etwas übersehen. Welche Sorte Skipper man auch immer erwischt hat, es gibt Grundaufgaben, die immer auch in die eigene Mitseglersphäre gehören, selbst wenn der Skipper noch mal einen "Rundgang" vor dem Auslaufen macht.
Hier ein paar Grundpflichten eines Mitseglers.

Nichts, aber auch rein gar nichts von den eigenen Sachen gehört auf den Navigationstisch oder in den Salon. Besonders der "Naiv-Tisch" ist einzig der Bereich des Skippers, soweit nicht jemand anderes navigieren kann. Selbst wenn der Navigationstisch unstrukturiert wirkt, gibt es Skipper die dieses Chaos solange überblicken, bis nicht noch 8 weitere Sonnenbrillen oder Handys dort abgelegt werden. Auch hier sind Ähnlichkeiten zu existierenden Skippern rein zufällig ...

 

VIII. Vor dem An- und Ablegen

Vor dem Auslaufen werden zunächst die Luken (Fenster) in der eigenen Kabine geschlossen. Merke: Auch durch eine kleine Luke passt unter Druck eine große Welle und alles kann schlagartig patschnass werden. Schlimmer noch kann eine abgerissene Luke bei schwerem Wetter zum Sinken einer Yacht führen!
Alles wird so in der Kabine verstaut dass es nicht durch die Gegend fliegen kann. Dies gilt insbesondere für schwere Gegenstände die sonst wie Geschosse durch das Boot fliegen können und dabei eine hohe Verletzungsgefahr bedeuten.

 

Die wichtigsten Sachen für den Tag legt man griffbereit in die eigene Kabine. Lifebelt und Rettungsweste -deren Handhabung der Skipper VOR dem Auslaufen in einer Sicherheitseinweisung erklärt hat- liegen immer für jeden griffbereit in der eigenen Kabine und zwar so, dass auch ein Mitsegler sie finden kann, falls man selbst eventuell seekrank ist. Das gleiche gilt für eine Regenjacke, falls das Wetter mal umschlägt. Keinesfalls werden ungenutzte Lifebelts und Rettungswesten die -da einstellbar- auf den Umfang des Trägers angepasst werden einfach an Deck "verstreut". Das führt in einer Notsituation dazu das der Dünne den Lifebelt des Dicken erwischt und umgekehrt. Vor dem geistigen Auge mag das witzig erscheinen, je nach Situation ist es aber gefährlich, denn das erneute Einstellen dauert in einer Notsituation zu lang!

 

Hafenmanöver und deren Vorbereitung

Auch wenn die Hafenmanöver und deren Vorbereitung perfekt anlaufen, je nach Situation können Hafenmanöver selbst für erfahrene Skipper sehr heikel sein. Jeder Hafen ist anders, der Wind kann aus 360 verschiedenen "Richtungen" kommen, wobei eine minimale Winddrehung auf die andere Bugseite ein Manöver kostenintensiv versauen kann. Anders als mit einem Auto oder LKW kann man mit einer Yacht nicht einfach mal eben stehen bleiben, weil im Normalfall Wind oder sogar Strömung auf ein Boot einwirken und man mit relativ weichem Kunststoff auf harten Beton treibt. Schnell hat man seine eigene Yacht oder sogar andere Boote beschädigt, wenn etwas schief geht. Zwei für den Laien identische Manöver können dabei für den Skipper eine Bandbreite zwischen Himmel und Hölle ausmachen, ja nachdem woher der Wind kommt. Langer Rede kurzer Sinn; bei den Manövern -vor allem beim Anlegen- ist Funkstille. Der Skipper redet und die Crew hat -so hart das klingt- zu schweigen. Nach dem Manöver ist dann Zeit mögliche Fragen der Crew zu beantworten. Einzig wenn man etwas sicherheitsrelevsantes sieht wie z.B. eine Leine die im Wasser treibt ist der Skipper zu warnen

XX. Seekrankheit

 

ist zunächst einmal viel seltener ein Problem als man befürchten mag. Wer auf Fähren auch bei Seegang keine Beschwerden hat wird auch auf Segelyachten keine Probleme haben. Wer auf Fähren schon mal Seekrank war den muss es nicht auch auf einer Segelyacht erwischen weil eine Segelyacht eher fair in die Welle geht während ein Fähre eher zum schlingern neigt. Auch wer noch nie Seekrank war und seit Jahren segelt kann durch Übermüdung, Alkohol und sonstigen Formschwächen bei einer extremer See Seekrank werden. Mangelndes Vertrauen in Boot oder Skipper kann übrigens Seekrankheit begünstigen.

 

Überdies gibt es hunderte Weisheiten zum Thema und damit fast so viele wie Medikamente gegen die Seekrankheit. Einigen kann man sich auf wenige Grundannahmen. Wer um Ursachen weiß findet bekanntlich am ehesten Lösungen, daher gilt es erst einmal zu ergründen woher dieses Phänomen überhaupt kommt. Seekrankheit wird schlicht und ergreifend durch Wellen verursacht.

Schritt 1. (Vermeidung)

 

Vermeiden wir Wellen kann auch Seekrankheit kein Thema sein. Wellen entstehen durch Windeinwirkung auf das Wasser. Dazu braucht der Wind allerdings ausreichend Gelegenheit auf das Wasser einzuwirken. Segelt man also dicht an der windabgewandten Seite (Leeküste) z.B. einer Insel vorbei hat der Wind keine Strecke (Nautisch Fetch genannt) um Wellen aufzubauen.
Vermeidung statt Bekämpfung von Seekrankheit kann letztlich bedeuten dass man bei viel Welle -die meist auch mit viel Wind einhergeht- einen schützenden Hafen oder eine sichere Bucht anläuft. Empirische Untersuchungen haben ergeben dass im Hafen nur dann "Seekrankheit" auftreten kann wenn am Abend zuvor reichlich gehaltvolle Getränke konsumiert wurden. Merke: Alkohol kann zumindest mitursächlich für Seekrankheit sein, ist im Hafen sogar einzige Ursache für "Seekrankheit"..

 

Aber zurück zu den echten Wellen und deren Vermeidung. Wer einen Segelurlaub bucht und Bedenken wegen Seekrankheit hat sollte einfach darauf achten dass die Betonung auf Urlaub liegt und auch Landgänge und traumhafte Buchten zum Schwimmen und Schnorcheln mit zur Urlaubsphilosophie gehören. Merke: Bei Wochentörns wollen die Mitsegler naturgemäß am Tag länger Segeln als bei einem Zweiwochentörn um seglerisch "auf ihre Kosten zu kommen". Mal einen kompletten Landtag einzulegen wenn der Wind zu stürmisch bläst ist natürlich viel einfacher wenn man genug Zeit hat. Wer also meint dass 14 Tage zum Antesten zu lang seien berücksichtigt oft nicht, dass bei einen längerem Törn am Tag oft weniger gesegelt wird und mehr Zeit für Land und Kultur bleibt. Ausnahmen bestimmen natürlich die Regel, daher sollte man im Vorfeld klären, ob einem eine Vollblutttörn ohne Gnade bevorsteht oder alle entspannten Urlaub machen möchten. Es gibt Segler die aus Prinzip keine anderen Verkehrsmittel als die Segelyacht während des Segeltörns nutzen auch wenn sich eine Jeeptour anbietet um phantastische Spots zu besuchen die das Highlight eines jeden Urlaubs sind. Segelt man mit Freunden sollte man genau wissen wie diese sich einen Segeltörn vorstellen. Segelt man mit einem Veranstalter sollte dieser schon in der Törnbeschreibung spezifizieren wie das Törnkonzept aussieht. Sicher gehen dass Extremsegler nicht mit Anfängern auf eine Segelyacht "gepackt" werden kann man nur wenn das in der Ausschreibung schwarz auf weiß definiert wird. Oft wird dies wissentlich nicht gemacht um eine Segelyacht um jeden Preis "Vollzubekommen". Wobei z.B. auch nicht davor zurückgeschreckt wird einem Anfänger die Kanaren als ideales Segelrevier zu empfehlen um dem hiesigen Winter in Deutschland zu entfliehen. Ein Segelrevier das aus meiner Sicht spätestens dann vollkommen ungeeignet ist, wenn ein Mitsegler bedenken hat Seekrank zu werden. Hier wird es es dann mit Sicherheit. Die Strecken in den Kanaren sind weit, sichere Häfen selten und sichere Buchten um vor einem Sturm zu fliehen kaum vorhanden.
Sei es drum, auch bei einem Segelurlaub im perfekten Einsteigerrevier kann man es nicht immer vermeiden überraschend mit Wellen konfrontiert zu werden. Grund also sich im zweiten Schritt mit Maßnahmen gegen Seekrankheit zu beschäftigen.
Bei aufkommender Seekrankheit ist es wichtig dem Skipper sofort bescheid zu sagen nur so hat man die Gelegenheit Gegenmaßnahmen (siehe Folgeschritte) einzuleiten oder den Törnplan flexibel und spontan magenfreundlicher zu gestalten.

Schritt 2. (Gegensteuern)

 

Ein wirksames "Mittel" ist tatsächlich das Rudergehen d.h. das Boot zu steuern. Da es an Bord jeweils nur einen Steuermann gibt wird es dann für einen etwaig zweiten potentiell Seekranken dann schon eng. Das Fixieren des Horizontes als ein Element des Rudergehens ist dann zweites Mittel der Wahl. Ganz schlecht ist es im Umkehrschluss -in Ermangelung einer Fernsicht- bei starkem Seegang unter Deck zu verweilen. Wer also bedenken hat Seekrank werden zu können sollte sich Dinge bereit legen die er tagsüber gebrauchen könnte. Sinnvoll ist es diese dann so zu platzieren dass auch ein Mitsegler oder der Skipper diese "findet".

Schritt 3. (Hoffnung)

 

Falls die Seekrankheit dann doch zuschlägt ist das Prinzip Hoffnung durchaus begründet. Bei fast allen Seekranken ist das Unwohlsein nur ein temporäres Problem auf das sich der Körper schon nach einem Tag einstellen kann. In Extremfällen kann es auch drei Tage dauern bis sich der Körper anpasst. Ein Grund mehr den Segelurlaub wie bereits ausgeführt bewusst auszuwählen. Es gibt übrigens viele Skipper die auch am ersten Tag auf See Seekrank werden wenn die Welle entsprechend unangenehm ist, also kein Grund auf dieses tolle Hobby zu verzichten. Sollte der Skipper seekrank werden ist auch das kein Grund zur Panik. Skipper die Seekrank werden kennen das und sind auch schnell wieder einsatzbereit.

Schritt 4. (Ausschalten des Stammhirns)

 

Es gibt unzählige teils extreme Medikamente die aber allesamt auch starke Nebenwirkungen haben können die bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Es gibt die Dauerschläfer bis hin zu denen die plötzlich ein Dauergrinsen im Gesicht haben und wohl plötzlich Dinge sehen können die dem Normalen Menschen verborgen bleiben. Ein (nicht Seekranker) Freund hat das mal wie folgt auf den Punkt gebracht: "Der darf die ganzen Zeit lustige Pillen einwerfen und mir gesteht der Skipper nicht mal nen Bier zu, das ist nicht fair!" Wer auf Medikamente zurückgreifen will sollte sich in der Apotheke seines Vertrauens individuell beraten lassen und sich den Beipackzettel durchlesen. Als ultima Ratio machen Medikamente gegen Seekrankheit natürlich Sinn und die Nebenwirkungen treten im Normalfall nicht so extrem auf wie auf dem Beipackzettel beschrieben.

Schritt 5. Auf alte Skipperweisheiten vertrauen.

Fragt man alte Skipper was gegen Seekrankheit zu tun ist so bekommt man gelegentlich folgende Empfehlung: "Marmelade essen, Marmelade essen, Marmelade essen. .-. ... ... ... hilft zwar auch nicht aber Schmeckt hoch genau so gut wie runter!"

Spaß beiseite, früher habe ich übrigens auch den Fehler gemacht den Törnplan zu weit zu stecken um gerade bei neuen Segelrevieren möglichst viel zu sehen. Das ist nicht immer ganz nett gewesen entstammte aber immer der Absicht die schönsten Inseln zu zeigen. Unterdessen fliege ich lieber ein weiteres mal in die gleiche Region mache aber dafür Urlaub, ohne Mitsegler unnötig unter Seekrankheit leiden zu lassen.

Landkrankheit "da spannst Du dann nachher Leinen durch die Wohnung.

 

XX Törnarten

Blaue-Reise, Zweiwochentörn, Wochentörn, Ausbildungstörn, Skippertraining, Buchtenbummeln oder Überführungstörn, das Angebot ist riesig.

Landgang oder Extremsegeln, Taverne oder kochen. Für Segeleinsteiger macht einen Überführung natürlich keinen Sinn da im Vordergrund der Urlaub stehen sollte und nicht eine Yacht von A nach B zu bringen. Für Segeleinsteiger ist der richtige Mix entscheidend um baden ..

Schiffstyp ... .

 

X. Verhalten an Bord

 

Auf kleinen Segelyachten ist jeder Mitsegler Teil der Crew. Die Crew wiederum ist nichts anderes als ein Team. Rücksicht, Umsicht und Hilfsbereitschaft sind an Bord ein Muss den wir sitzen Buchstäblich in einem Boot. Derjenige der schon mal gesegelt ist sollte Neuen immer zur Seite stehen wenn diese mal Fragen haben oder eine Hand dann doch mal nicht reicht um Segel zu setzen. Diese Bereitschaft sich einzubringen gilt sowohl nautisch als auch beim Abspülen nach dem Kochen an Bord.

 

Süßwasser ist auf Segelyachten je nach Segelrevier ein knappes Gut. Nicht überall gibt es jeden Abend einen modernen Hafen mit Wasser und die reizvollsten Segelregionen sind oft gerade die ursprünglichen Ziele. Dort sind wir dann aber auch oft auf die Bordduschen angewiesen und damit auf das Wasser aus den Bordtanks. Oft reicht es z.B. sich nach dem Baden in einer kristallklaren Bucht sich einzuseifen und unter der Dusche kurz abzuspülen. Wer die Duschgewohnheiten aus den eigenen vier Wänden mit an Bord nimmt sorgt unter umständen dafür dass ein Mitsegler zu guter letzt kein Wasser mehr hat. Da wir Wasser z.B. auch zum spülen und Händewaschen brauchen muss der Skipper unter umständen den ganzen Törnplan abändern um irgendeinen Hafen mit Wasser zu erreichen. Die Traumbucht die eigentlich geplant war fällt dann unter umständen für die ganze Crew aus. Meerwasser reinigt übrigens ebenso gut wie Süßwasser hat aber zusätzlich einen Wellnessefekt. Meersalz regeneriert die Haut wie ein Peeling reinigt die Poren und die Haut fühlt sich deutlich weicher an. Trockene haut freut sich danach natürlich über etwas Feuchtigkeitscreme oder Olivenöl. Wie gesagt haben wir aber auch Duschen an Bord für den der "Salz auf seiner haut" nicht so mag.

IX. Benimm!

 

Es gibt jene -und sind wir das nicht fast alle- die, wenn sie am anderen Morgen einen Termin haben, penibelste darauf achten, dass sie ausreichend Schlaf finden, aber im Hafen oder der Bucht lautstark feiern, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, welche Etappe die Nachbaryacht am nächsten Tag vor der Brust hat. Es gibt dabei sicher die überempfindliche Nachbarcrew, die bei leiser Gitarrenmusik um 22 Uhr den Aufstand probt, aber eben auch die Crew die morgens um 4 Uhr noch "feiert" und dabei kreischt wie eine Pavianherde am Wasserloch kurz bevor die Löwen kommen. Die Wahrheit liegt -wie oft- irgendwo dazwischen. Wie im wirklichen Leben: "Bedenke bei dem was Du machst und sprichst, dass Du eines Anderen Anderer bist!"

3. Nautiker helfen einander.

 

Nautiker helfen und beachten einander. Eine helfende Hand z.b. beim Anlegen versteht sich von selbst.

Ökologie

 

Mit unserem Windantrieb liegen wir natürlich ökologisch voll im Trend um so wichtiger ist es die Bilanz nicht Zuzumüllen ;-) Das Meer auf dem wir segeln ist groß hat allerdings eben so große Probleme mit Müll. Achten Sie darauf dass kein Müll ins Meer gelangt. Plastik, Tampons und Aluminium brauchen bis zu einem halben Jahrtausend um zu zerfallen. Kunststofftüten sind eine der Haupttodesursachen für Schildkröten und Seevögel. Unterstützen Sie den Skipper wenn es alternativ um einen Bojen- oder Ankerplatz geht. Bojen kosten manchmal Miete doch der Meeresgrund bleibt intakt. Eine Boje wird einmal am Grund fest verankert, Seegrasfelder und Korallen werden dadurch geschont, dass der Anker nicht durch den Boden pflügt. Duschen und Spülen sollte man am besten mit abbaubaren Produkten aus dem Bioladen denn unser Abwasser geht ungefiltert direkt ins Meer. Planen Sie lieber einen Längeren als zwei kurze Segelurlaube. Der Nettoerholungswert ist größer und es bedarf nur eines Fluges.

 

Auch nicht schlecht zu wissen:

 

Es gibt Sonnencreme mit Quallenschutz. Wobei mich in meiner Seglerzeit noch nie eine Qualle erwischt hat, aber gut zu wissen dass es so was gibt.

 

Folgendes sagt man, ohne dass ich die medizinische Gewähr dafür übernehmen will ;-)

 

Sollte man beim Schwimmen von einer Qualle erwischt worden sein, die Haut nicht direkt mit den Finger berühren. Salzwasser oder Essig zum Abwaschen nutzen. Quallenreste mit z.b. dem Personalausweis abschaben. Kühlung tut gut, kortisonhaltige Cremes (siehe Packliste) können aufgetragen werden, wenn die Wunde nicht zu groß ist.

Seeigelstacheln werden mit einer Pinzette herausgezogen. Im mediterranem badet man die stellen danach in z.B. griechischem Olivenöl. Geht natürlich vom Prinzip her nicht nur in Griechenland. Danach unbedingt desinfizieren.

Essen in den Tropen

 

Peal it, boil it or forget it. Cholera Impfung nutzt auch gegen einige Bakterien. Wer sehr empfindlich ist sollte -kaum ein Skipper hat es dabei- ein Desinfektionsmittel für die Wassertanks mitnehmen -nicht nur in den Tropen. Wenn das alles nichts genutzt hat: Papaya gegen Durchfall. Zimt essen desinfiziert zusätzlich.

 

Allgemein gilt es das Wasser aus den Bordtanks nie zum Kochen zu nutzen und auch nicht zum Zähneputzen. Es gibt Bakterien die leben in Vulkanen, solche die Diesel fressen und vieles unschöne mehr. Auch in den Wassertanks an Bord gibt es sonderbare Spielarten der Mikroevolution. Dabei gilt je wärmer das Revier desto unlustiger die Keime. Zum Duschen hingegen ist das Wasser aus den Tanks kein Problem solange man den Unterkiefer nicht zu weit vorstehen lässt und Wasser schluckt. Persönlich nutze ich noch ein Desinfektionsmittel für die Wassertanks und beachte zusätzlich obige Vorsichtmaßnahmen.

Seit Jahren habe ich mit Kalzium gute Erfahrungen gegen Sonnenallergien gemacht.

 

Wer bis hierhin gekommen ist den erwartet hier in Zukunft noch viel viel mehr. Das hier soll der Einstieg sein!

Der Sprit des Segelns.

Zum Abschluss noch etwas leichte Kost ;-)

 

Erklärter Massen bin ich als Realist und Skeptiker im Normalfall nicht anfällig für allzu Abstruses. Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben dass es auch noch eine beseelt romantische Ader vieler Nautiker gibt. In Sprüchen und kleinen Ticks manifestiert sich der Respekt vor der See und eine gewisse Phantasie die es aber irgendwie zu Tradition geschafft hat. Da niemand dadurch Schaden entsteht und Traditionen manchmal einfach dazu gehören folgende kleinen Besonderheit die man aber nicht mit Bierernst betrachten sollte:

1. An Bord pfeift nur der Wind

 

Sei es aus bloßem Respekt vor der Naturgewalt der See oder dem Gedanken ein Gefahrenzeichen nicht zu Missbrauchen, Pfeifen an Bord geht gar nicht! Abgesehen davon, dass die meisten Menschen derart schräg pfeifen dass es nur als Geraeuschemmission gewertet werden kann stelle man sich eine Segelyacht mit 8 schräg pfeifenden Crewmitgliedern vor. Die Enge einer Segelyacht lässt es -selbst für Geübte Schwimmer- im Normalfall nicht zu einfach auszuweichen. ;-)
Es gibt keinen Schiffskatastrophenfilm in dem nicht kurz vor Hereinbrechen eines Unheiles ein Seemann pfeifend über das Deck schlendert. Mindestens geht danach -in solchen Filmen- jemand über Bord wobei das nicht denknotwendig derjenige ist der zuvor gepfiffen hat.
Im Normalfall bricht aber vom pfeifen angelockt ein Sturm herein der das Ganze Schiff in die Tiefe zieht.
Daher pfeift an Bord nur der Wind in den Wanten (siehe bild 1) oder der Bootsmann mit der -eignens dafür vorgesehenen- Bootsmannspfeife.

2. Der erste Schluck geht an Rasmus.

 

... womit nicht der morgendliche Kaffee gemeint ist, sondern der erste Schluck "geistiger Getränke". Man verzeihe es also dem Skipper wenn er einen kleinen Schluck Bier ins Wasser kippt es gilt dabei bei Rasmus für gute Winde zu werben.
Einen Skipper der nichts abgibt würde ich persönlich mit Argwohn betrachten. Nicht jeder Schluck Alkohol an Bord muss auch getrunken sein Skipper und Crew sollten immer einsatzbereit sein wenn die Segelyacht nicht im sicheren Hafen liegt oder einem "Hurican Hole".

3. Der Klabautermann

Last not least wäre da noch der sagenumwobene Klabautermann, der alles an Bord mitbekommt, dabei nicht petzt, aber auch leicht zu verärgern ist. Kratzen am Mast und alleine das Nennen des Namens reichen um einen Sturm heraufzubeschwören.

 

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